Ein bewegender Liederabend von und mit Nihan Devecioğlu.
„Ich folge meiner Stimme, sie führt mich nach Anatolien, in das Haus meiner Großmutter in Ulubey. Ich höre ihre Stimme, ich höre die Stimmen der Frauen, die vor mir durch Anatolien gegangen sind. Sie haben uns ihre Geschichten und Lieder hinterlassen.” (Nihan Devecioğlu)
In ihrem neuen Liederabend horcht die Sängerin Nihan Devecioğlu den Stimmen ihrer Familie, ihrer Kindheit und der einer ganzen Region nach: Gemeinsam mit drei Schauspielerinnen lässt sie Anatolien, das von der Schwarzmeerküste bis zum Mittelmeer und von Istanbul bis zur iranischen Grenze reicht, erklingen. Hier haben schon seit je her unterschiedliche Kulturen nebeneinander gelebt, mit Aramäisch, Armenisch, Griechisch, Kurdisch, Lasisch, Sephardisch, Türkisch und anderen mehr, erklingen hier viele Sprachen.
In „Anadolu – Ich singe nicht allein“ möchte Devecioğlu die Lieder ihrer Kindheit singen, die mit ihr wandern, und nach dem Verbindenden zu Frauen, die vor ihr lebten, suchen; auf den Spuren von weiblichen Erfahrungen, die in der Musik fortleben. Dazu lädt sie gemeinsam mit einem künstlerischen Team aus Frank Abt, Viktor Lamert, Susanne Schuboth, Paula Koch, Viktorie Knotková und dem Musiker Deniz Mahir Kartal ins Kleine Haus des Theater Bremen ein.
Nihan Devecioğlu, aus Istanbul stammend, ist ausgebildete Konzert- und Opernsängerin. Sie hat aus ihrer klassischen Gesangsausbildung eine eigene Stimmpraxis entwickelt, indem sie eine Vielzahl von Techniken in Vokalimprovisationen erkundet und erforscht hat. Nachdem sie an der Bilgi Universität Istanbul ihren Bachelor in Medien- und Kommunikationswissenschaften und anschließend an der Technischen Universität Istanbul ihren Master in Musik machte, verschlug es sie 2003 ans Mozarteum in Salzburg, wo sie fünf Jahre lang Gesang und Oper studierte. Dort eignete sie sich die klassische westliche Musiktradition an und hielt gleichzeitig fest an ihren Wurzeln in den Genres der türkischen Sufi- und Volksmusik. Inspiration für ihre Arbeit findet sie in verschiedensten Stilen und Genres der Musik: der Oper, der Avantgarde, der Alten Musik, der Weltmusik, der türkischen Sufi- und Volksmusik sowie in der zeitgenössischen Kunst in verschiedensten
Formen.
Devecioğlu war 2016 und 2018 bereits mit ihrem multinationalen Ensemble „The Single Camels“ mit Konzerten zu Gast im Theater am Goetheplatz, für die Produktion „Ein Haus in der Nähe einer Airbase“ verantwortete sie die Musik, in Akın Emanuel Şipals „Mutter Vater Land“ stand sie mit auf der Bühne und
verantwortete gemeinsam mit Jan Grosfeld die Musik, bei „Âşıklar – Die Liebenden“ arbeitetesie mit Frank Abt zusammen. Ihr Stück „Yoldaş – Freuen, die einander halten“, eine Koproduktion zwischen Spielart Festival
München und dem Maxim Gorki Theater Berlin, wurde zum Impulse Festival 2026 eingeladen.
Künstlerische und Musikalische Leitung: Nihan Devecioğlu
Künstlerisches Team: Frank Abt, Viktorie Knotková, Viktor Lamert
Bühne und Kostüme: Paula Koch, Susanne Schuboth
Licht: Norman Plathe-Narr
Musik: Nihan Devecioğlu, Deniz Mahir Kartal
Inhaltliche Beratung: Ayşenur Kolivar
Choreografische Mitarbeit: Gökçe „CheChe “ Gürçay, Alexandra Morales, Maria Pasadaki
Mit: Nihan Devecioğlu, Mathilda Maack, Emma Floßmann, Judith Goldberg, Deniz Mahir Kartal.
In Kooperation mit dem Theater Bremen.
Termin:
Donnerstag, 14.05.2026
19:00 – 20:40 Uhr
Veranstaltungsort:
Theater Bremen
Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Tickets:
25,00 €
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